Robust und trotzdem schadstofffrei – Kindergeschirr und -besteck ohne Reue

Robust und trotzdem schadstofffrei - Kindergeschirr und -besteck ohne ReueGastartikel*

Etwa ab dem sechsten Lebensmonat beginnt unser Nachwuchs mit dem Löffel zu essen. Die Speisen werden nun nicht mehr aus dem besten, natürlichen „Behältnis“ – der mütterlichen Brust – kredenzt, sondern auf Tellern, Brettchen und in Schüsselchen serviert. Damit die lieben Kleinen mit der Nahrung keine Schadstoffe aufnehmen, die in Geschirr oder Besteck enthalten sein können, sollten Eltern beim Kauf auf einige wichtige Qualitätsmerkmale achten.

Das steckt in Porzellan, Kunststoff, Melamin und den sogenannten Bio-Kunststoffen 

Die Materialien, aus denen Geschirr und Besteck für Kinder hergestellt werden, sind vielfältig. Hier kommen die vier beliebtesten:

  • Porzellan:

Porzellan gilt als Klassiker der Geschirrmaterialien. Hergestellt wird es aus einer Mischung aus Porzellanton, Porzellanerde, Quarz und Feldspat. Das Gemisch wird während des keramischen Brandes in Mullit und Glasphase umgewandelt. Porzellan ist somit ein natürliches, schadstofffreies und nachhaltiges Material. Allerdings ist es auch leicht zerbrechlich und verhältnismäßig schwer. Beides Produktmerkmale, die ungünstig für Kindergeschirr sind.

  • Kunststoff:

Small plastic bowls and spoonsDa ist leichtes und schier unverwüstliches Kunststoffgeschirr und -besteck doch wesentlich besser geeignet. Es lässt sich nicht nur schön farbig gestalten, es ist auch noch angenehm leise, bruchsicher und pflegeleicht. Allerdings werden synthetische Kunststoffe aus Rohbenzin und Erdöl hergestellt.

Bei der Produktion von Geschirr können noch etliche Chemikalien hinzukommen; insbesondere Bisphenol A (BPA) Weichmacher (Phthalate), Organozinnverbindungen und bromierte Flammschutzmittel. Diese Schadstoffe können Krebs, Missbildungen der Geschlechtsorgane, Unfruchtbarkeit und eine verfrühte Pubertät bei Mädchen auslösen. Kindergeschirr und -besteck sollte deshalb unbedingt aus BPA freiem Kunststoff, wie PP oder PE bestehen.

  • Melamin:

Melamin ist eine chemische Verbindung mit einem hohen Stickstoffanteil. Es wird größtenteils als Ausgangsmaterial für die Herstellung von Kunststoffen und Duroplasten verwendet. Melaminkunstharz, das für die Produktion von Geschirr und Besteck verwendet wird, entsteht, wenn Melamin mit Formaldehyd reagiert. Das Harz wird für die Herstellung von Geschirr und Besteck unter hohem Druck und starker Hitze in Formen gepresst und härtet darin aus. Nach der Aushärtung kann es nicht mehr verformt werden. Melaminharz ist überaus hart, bruchfest, hygienisch und angenehm leicht. Zudem lässt er sich mit farbenfrohen Drucken kindgerecht gestalten.


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Doch in Melamin steckt das von der EU als krebsverdächtig eingestufte Formaldehyd. Dieses wird aber nur bei starker Erhitzung freigesetzt. Als Kochgeschirr ist Melamin somit nicht geeignet, als Essgeschirr und -besteck jedoch völlig unbedenklich – vorausgesetzt es wurde nach den strengen Richtlinien der EU gefertigt. Generell gelten für Melaminprodukte, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, strenge Vorgaben in der EU.

Produkte aus Fernost haben kaum eine Chance. Sie können die hohen Einfuhr-Auflagen meist nicht erfüllen. Bei deutschen Melaminartikeln, wie den Qualitätsprodukten von Littleli, ist die Gefahr gleich Null, mit Schadstoffen in Berührung zu kommen – vorausgesetzt die Teller, Becher und Schüsseln werden nicht über 70° Celsius erhitzt.

  • Bio-Kunststoffe:

Eine vielversprechende Alternative zu Melaminharz scheinen die sogenannten Bio-Kunststoffe zu sein; Materialkombinationen aus nachwachsenden, biologisch abbaubaren Rohstoffen, wie Maismehl oder Bambus. Die Pflanzenfasern werden für die Herstellung des Geschirrs ebenfalls stark gepresst. Jedoch wurde bei verschiedenen Tests festgestellt, dass es nur wenigen Herstellern gelingt, gänzlich auf den Zusatz synthetischer Kunststoffe zu verzichten. Somit werden beispielsweise Bambusfasern mit Stärkepulver vermischt und einigen Anteilen an Polylactat oder Melaminharz. Denn nur so erhält das Material die nötige Festigkeit und Formbeständigkeit. Seit Anfang 2015 werden jedoch auch Babylöffel angeboten, die größtenteils aus Glukose bestehen. Hier wird Kalk als mineralischer Füllstoff genutzt, um dem Besteck die nötige Festigkeit zu verleihen.

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Herrlich bunt – aber auch gesund?

Farbige Glasuren beim Porzellan und personalisierte Aufdrucke beim Kunststoff verleihen Geschirr und Besteck eine besonders ansprechende Optik. Vor allem Kinder lieben die farbenfrohe Gestaltung und freuen sich, wenn auf ihrer Tasse oder ihrem Frühstücksbrettchen ihr Name steht oder das Lieblingsmotiv abgebildet ist. Jedoch können sich in den Glasuren und Drucken gesundheitsschädigende Stoffe wie Blei und Cadmium verbergen, die in Kombination mit Säure oder Hitze freigesetzt werden. Das kann insbesondere bei ausländischen Produkten der Fall sein.

Bei Porzellanglasuren kann die Säurefestigkeit leicht überprüft werden: einfach ein wenig Essig in das entsprechende Gefäß füllen und 24 Stunden stehen lassen. Verändert sich die Glasur nicht, dann ist das Geschirr für säurehaltige Lebensmittel geeignet. Bei Kunststoffgeschirr und -besteck sorgt eine Oberflächenversiegelung dafür, dass der farbige Aufdruck abriebfest und robust ist. Beim Bio-Kunststoff werden für die Aufdrucke meist unbedenkliche Lebensmittelfarbe verwendet, die jedoch mit der Zeit verblassen können.

*Gastartikel / Vielen Dank an das Team von Littleli.de, das mir diesen Gastartikel unentgeltlich zur Verfügung gestellt hat.